Alassane Dicko schildert, wie die restriktive EU-Migrationspolitik auch zu einer Destabilisierung der Herkunftsländer von Geflüchteten und Migrant*innen führt. Er zeigt auf, weshalb sich junge Menschen aus politischen und ökonomischen Gründen gezwungen sehen, ihre Herkunftsländer zu verlassen und für die Flucht nach Europa ihr Leben einsetzen.

Vor einigen Wochen hatte die britische Regierung verkündet, dass es ein Abkommen mit Ruanda gebe, in Großbritannien angekommene Flüchtlinge aus Ländern Afrikas künftig dort unterzubringen: Ruanda solle ihnen im Falle einer Anerkennung Schutz zu gewähren. Ein erster Abschiebeflug wurde nach massiven Protesten und Gerichtsentscheidungen abgesagt.

Schon lange wird in der EU über die Asylzentren im nördlichen Afrika diskutiert. Die Kumpanei mit (nord)-afrikanischen Regierungen jeder Coleur als Türsteher Europas hat eine lange Tradition. Die Veranstaltung geht auch der Frage nach, was getan werden kann gegen eine Politik, die die Mauern der Festung Europa immer höher zieht.

Die Veranstaltungsreihe wird im Rahmen eines Projekts vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz gefördert.

Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2022. Alle Veranstaltungen gibt es auf der Seite der Stadt Bad Kreuznach.

Text:

Logo des Netzwerks am Turm: Zwei Seile, die in der Mitte miteinander verknotet sind, dazu die Schrift Netzwerk am Turm entlang der beiden Seile.Siggi Pick,
Netzwerk am Turm e.V.